–gestern.
Schande über mich, dass ich erst heute Stellung dazu nehme, aber gestern wurde mein lieber, kleiner Filmblog 4 Jahre alt. Boah. Fast schon wie ein Baby.
Das traurige ist, dass ich ihm eigentlich kaum mehr Zeit widme. Nur noch gelegentlich schaue ich hier rein, was auch daran liegt, dass jeglicher Content von mir momentan über Twitter gepostet und hier nur repostet wird (und der Repost landet dann wiederum als Link auf Facebook – pervers!).
Ich hab hier mal die “Jubiläums-Postings der letzten Jahre zusammengetragen:
- Filmblog wurde 1 – oh, diese Euphorie! Diese Wonne! Diese Lust, die da aus mir herausschreit! Dieser unfassbare kreative Geist!
- Filmblog wurde 2 – retrospektiv der Zenit meines filmbloggerischen Schaffens. Man genieße diese wundervollen Statistiken!
- Filmblog wurde 3 – eigentlich nur traurig, wie wenig sich seit damals getan hat.
An dieser Stelle wollte ich eigentlich Folgendes schreiben: ich wollte darauf verweisen, dass ich mir im allerersten Eintrag dieses Blogs nicht das Mission Statement gesetzt hatte, die längste und umfassendste Reviewdatenbank der Welt aufzubauen, sondern, dass ich mir bewusst war, dass der Filmblog eine sich immer wandelnde Chimäre sei, die sich regelmäßig in neuem Gewande zeigen würde.
EINSCHUB: und genau das hat er zuletzt ja auch recht fleissig getan – nachdem ich ca. zweieinhalb Jahre quasi jeden Film, den ich gesehen hatte, mit einem Review beehrt habe, musste ich durch veränderte Lebensumstände (neues Studium, neue Stadt, neue Freundin, neues Leben – alles anders!) einen neuen Weg finden, den Blog zu befüllen. Das mit den Handy-Screenshots war ein Versuch, das mit Twitter ist es auch. EINSCHUB ENDE.
Lustigerweise hab ich mir meinen ersten Blogeintrag nochmal durchgelesen, und musste feststellen, dass dieser etwas banaler war, als ich ihn in Erinnerung hatte:
Ein weiteres Mal versuche ich, einen kleinen Blog zum Thema Film zu starten. An dieser Stelle werde ich von hier an allerlei Gedanken zu ebendiesem Thema festhalten – diesmal aber mit superprofessioneller Blogsoftware anstelle von mäßigem Eigenbau. Hurra. Kommentare sind hier übrigens gern gesehen.
Kurz, aber sehr prägnant. Und wie ich mich über WordPress freue! Mei, das waren Zeiten.
Gut, da steht jetzt nichts von einer Chimäre, aber mit ein bisschen roher Gewalt kann man da schon retrospektiv das hinein shoehornen, das man herauslesen möchte: ich habe nie wirklich gesagt, dass ich hier Rezensionen veröffentlichen möchte. Ich glaube, in Zukunft spare ich mir Rezen. Ja, die waren immer gut (was haben wir gelacht, liebe Leser) aber langsam nervt das.
FORTSETZUNG EINSCHUB: ich behalte Twitter für den Moment mal bei, aber irgendwie glaube ich, ich brauche was Neues. Vielleicht gelegentlich noch die eine oder andere Reze (<- blödes Wort) aber summa summarum muss etwas Neues her. EINSCHUB ENDE (wieder.)
NOCHMAL EINSCHUB: habt Ihr eine Idee, lieber Leser? Immerhin gibt es zwei- bis dreihundert von euch [apropos "300" - immer noch der Blogeintrag mit den meisten Kommentaren: klick] – oder seid ihr etwa alle Spambots und Leute auf der Suche nach Filmakademie-Insider-Infos? Also, sagt mir doch, was ihr haben wollt, warum ihr hergekommen seid! EINSCHUB ENDGÜLTIG ENDE.
Wurscht, wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Eines ist sicher: Filmblog wird bestehen. Filmblog währt ewig.