Gestern gesehen: Mordbuben in Wien
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Mit Schrecken stellte die gestrige Filmabend-Runde fest, dass zwei der vier anwesenden Personen den ultimativ klassischsten Wien-Film nie gesehen haben – ein Fehler, der sofort behoben werden musste: Der dritte Mann (1948) ist filmisches Grundwissen, das in Österreich an der Schule gezeigt werden sollte.
Der Film ist hier auf’m Blog bereits zweimal dokumentiert worden, einmal hier und einmal hier, noch lange nicht oft genug, wie ich finde. Ein Film der in so vielen Bestenlisten ist (z.b. hier[23], hier[47], hier[1]), und der auf Platz eins meiner persönlichen Liste der besten Filme über Wien rangiert (OK, das Listenthema ist vielleicht etwas speziell) verdient es, so oft wie möglich erwähnt zu werden.
Und dann ist da natürlich Orson, Orson Welles, ein Mann, dem ich trotz oder wegen seiner Fragwürdigkeit große Verehrung entgegenbringe - eine Fragwürdigkeit, die auch seine Filmfigur umhüllt – obwohl man ihm natürlich nie böse sein kann, dem alten Spitzbuben, dem.

Herrlicher, herrlicher, herrlicher Film. Unvergessene Titelmelodie.
Danach: bleiben wir in Wien, gehen wir aber ein paar Jahre weiter. Eine Serie, die ich seit Jahren schon ansehen wollte wird jetzt endlich mal wieder wiederholt – und gestern ist es mir (gemeinsam mit den Kumpels) das erste Mal gelungen, eine Episode zu sehen (zum Glück erst die dritte, es sind also noch genug übrig): 3sat zeigt die österreichische Serie schlechthin, sowas wie die absolute Basis, das Alpha und Omega österreichischen Serienschaffens, quasi das österreichische Twin Peaks (nein, nicht Kommissar Rex): Kottan ermittelt.
Titulärer Polizeiinspektor (Inspektor gibts kaan! Sagn’s Major zu mir.) ermittelt sich durch eher nebensächliche Krimihandlungen und stolpert dabei in einem eher grindig dargestellten Wien über allerlei seltsame Gestalten. Seine Assistenten sind einbeinig oder greifen gerne auf “Fliegenpragger” zurück, sein Auto wird regelmäßig demoliert. Kottan selbst nimmt’s größtenteils gelassen. Herrlich. Der Mittwochabend gehört ab sofort Österreich.
Und zum Abschluss (ich bin zwar sicher, dass ich’s schon mal verlinkt habe, aber ich mag’s einfach so gerne) noch einmal der dicke Orson:
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March 27th, 2008 at 19:55
Hat nix mit den Flimen zu tun, fällt mir aber grade ein:
A propos Wien, apropos Mordbuben: Kennst du schon das Kriminal-Journal? Da du ja auch Comics magst, lege ich dir das sehr ans Herz!
March 27th, 2008 at 20:07
Nein, nie gehört, aber ich hab’ mich auch die letzten, sagen wir, zwei, zweieinhalb Jahre kaum mehr ernsthaft mit dem Medium auseinandergesetzt (keine Zeit). Aber die Homepage sieht ja ziemlich geil aus, werde mal in die Richtung schnüffeln, danke für den Tipp!
March 28th, 2008 at 21:04
Darf dich korrigieren: Der Mann mit dem Fliegenpragger ist keiner von Kottans Assistenten, sondern sein Chef, Pilch, in späteren Folgen vom grandiosen Kurt Weinzierl impersoniert.
Werde ab jetzt auch den Mittwoch zum Kottan-Tag machen, durchaus auch beim familiären Glotzen. Bei meinen Eltern sollte der Kottan nämlich durchaus nostalgische Gefühle erzeugen.