gestern gesehen: Mabuse, Vol. III-IV
Nachdem es mittlerweile erstaunlich lange her ist, seit die Kumpels und ich damit begonnen haben, die Filme der legendären Dr.-Mabuse-Reihe aus den Sechzigern zu gucken (Teil 1, Teil 2), gab’s gestern endlich eine Fortsetzung der Mabusereien.
Die Unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse (1962) – Mabuses Welteroberungspläne werden diesmal von wesentlich sciencefictiveren Elementen als zuvor getragen: Unsichtbarkeit! Die dazu nötige (und zum Glück sehr kompakt ausgefallene) Apparatur will sich Mabuse vom obligatorischen Wissenschaftler krallen (haha – Anspielung), der das Gerät erfunden hat, um seine schreckliche Entstellung zu verstecken. Besonderheit ist die Abwesenheit von Gert Fröbe (eine rechtliche Angelegenheit, weil dieser zu dem Zeitpunkt bei der Konkurrenz a.k.a. den Edgar-Wallace-Filmen fremdging, so versichert mir Kollege Armin) – dafür darf Lex Barker noch einmal den schmucken FBI-Agenten Joe Como geben, der nicht nur dem Doc hinterhersteigt, sondern auch Karin Dor.
Das Testament des Dr. Mabuse (1962) – Mabuse sitzt im Irrenhaus und schreibt ein “Testament”, das seiner Verbrecherorganisation fiese Verbrechen diktiert – obwohl keiner weiß, wie die die Instruktionen vom gut isolierten Superschurken erhalten. Die Jahreszahl macht deutlich, dass damals Filmserien in der Tat noch Serien waren (wohingegen es heutzutage mitunter manchmal recht schwierig ist, das Interesse aufrecht zu erhalten, wenn sich schon die durchschnittliche Trilogie über mindestens zehn Jahre zieht). Fröbe ist übrigens ein letztes Mal mit dabei als Kommissar Lohmann. Der Film selbst ist übrigens ein Remake des gleichnamigen Fritz-Lang-Films (den ich noch nicht kenne, der aber bei Gelegenheit ebenfalls konsumiert werden sollte) – und so erhalten geblieben ist indirekt dessen Anspielung auf einen anderen größenwahnsinnigen Irren, der in Gefangenschaft seine Kampfschrift verfasst hat.


August 10th, 2007 at 18:32
Wäre für eine baldige Fortsetzung der Mabusereien, to keep teh flow flowing, wie der Engländer sagt. Nicht. Wie klingt Sonntag?