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Tag: Allesfilm.com

Willst du so sein wie der Filmking?

Hallo Leser,

Kollege Stefan von Allesfilm.com (für die ich früher auch sehr gerne geschrieben habe, bevor mir die Filmakademie die Zeit dazu raubte) hat mich gebeten, folgende Meldung weiterzugeben:

allesfilm.com, das Online-Magazin rund um Kino, Video und TV, verstärkt sein Team. Du kennst dich aus in der Welt der bewegten Bilder? Du schreibst gerne und gut? Du hast die nötige Zeit, dich einzubringen? Dann nichts wie ran: Bewirb dich zur Mitarbeit in unserer ehrenamtlichen Redaktion!

Wie das: Schick uns einen Text, in dem du dich selbst und dein Interesse am Film vorstellst
(Länge: eine Seite) und eine informative Kurzmeldung zu einem Filmthema deiner Wahl (Länge: 1000 Zeichen) zusammen mit Namen, Telefonnummer und Mailadresse an

mitarbeit@allesfilm.com

Allen, die gerne über Film schreiben möchten, kann ich nur wärmstens empfehlen, euch vorzustellen – die Allesfilmer sind eine wahnsinnig nette Truppe die eure Arbeit zu schätzen weiß und sich gerne mit Pressevorstellungen und dergleichen revanchiert – ausserdem sind sie ein gutes Sprungbrett in die Welt des Journalismus. Also sofort ein Mail schreiben!

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Ein bisschen an der frischen Luft gewesen.

Nein, heute gibt’s kein Review, weil ich gestern statt im Kino im Ballett war (”Anna Karenina”, wirklich sehr toll). Aber ich hab’ mal wieder was Tolles für Allesfilm.com geschrieben, und zwar einen Setbericht vom Dreh des neuen Hader/Murnberger/Haas-Krimis Der Knochenmann. Den Bericht gibt’s hier, inklusive zweier sehr schöner Fotos – die restlichen, nicht ganz so schönen Fotos hab’ ich bei Flickr hochgeladen.

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Kino-Vorschau Feber

Peinlicherweise habe ich erst jetzt gemerkt, dass ich noch gar keine Kino-Vorschau für den Wonnemonat Februar (brrr) geschrieben habe. Mit reichlicher Verspätung also hier die persönlichen Kino-Notizen des Filmking, alle Startdaten sind www.skip.at entnommen. Die Kursiven sind die, die ich gerne sehen möchte.

Into the Wild (1.2.) – Sean Penns – Achtung, jetzt kommt der Ausdruck, den ich in jedem einzelnen Review gelesen habe – Aussteigerfilm mit dem zukünftigen “Speed Racer” Emile Hirsch protzt geradezu von Stars. Will ich sehen.

Cloverfield (1.2.) – hey, der Film hat hier auf’m Blog sogar seinen eigenen Tag – was mach’ ich nur mit dem Tag, wenn sich der als Mist herausstellt?

Saw XXVII (7.2.) – c’mon.

Falco – Verdammt wir leben noch (7.2.) – ich bin zwar ein itzi-bitsi-kleines Bisschen skeptisch, aber das Portrait des zurzeit mal wieder in den Himmel gehypten Hansi ist definitiv auf der Sehen-Muss-Liste.

Der Krieg des Charlie Wilson (8.2.) – klingt eigentlich recht interessant, aber kein unmittelbares Muss.

My Blueberry Nights (8.2.) – nachdem der olle Wongkarwai nicht unbedingt auf meiner Hitliste steht, vielleicht mal auf Video nachholen.

There Will Be Blood (14.2.) – schon als PV gesehen, der beste Film seit langem, unbedingtes Muss. Review folgt demnächst auf Allesfilm.com.

John Rambo (15.2.) – schwierig, schwierig. Anders als bei Rocky sehe ich der Wiederbelebung des ideologisch ohnehin nicht ganz einwandfreien anderen Stallone-Franchises eher skeptisch entgegen.

Sweeney Todd (22.2.) – habe ich schon mal erwähnt, dass ich “Der teuflische Barbier aus der Fleet Street” für den geilsten Film-Untertitel aller Zeiten halte? Ja.

No Country for Old Men (29.2.) – ach, der startet ja auch noch. Ein neuer Coen-Film. Auf der Viennale gesehen und für absolut fantastisch befunden.

I’m Not There (29.2.) – There Will Be Blood, Coens, und dieser hier in einem Monat? Das Cineastenherz jubelt. Klick.

Meine Frau, die Spartaner und ich (29.2.) – eher esse ich mein eigenes Herz, als dass ich mich in die Nähe dieses… “Objekts” bewege. Mordgedanken steigen auf. Alle “Macher von Scary Movie” – die ja mittlerweile in die Hunderten gehen dürften – bitte schnellstmöglich aus Hollywood verbannen. Würg.

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Vorgestern gesehen: Darjeeling

Nachdem ich The Darjeeling Limited vor und nach dem Kinostart hier auf’m Blog kräftigst gehypt habe, blieb es in der objektiven Kritik verdächtig still um den Film. Liegt natürlich daran, dass mein Review bei Allesfilm.com gelandet ist. Die Herren Allesfilmer mögen bitte verzeihen, dass die längst überfällige nächste TV-Kolumne und das Review vom anderen Anderson (nämlich P.T. statt W.) – There Will Be Blood – demnächst folgen werden.

Entsprechend halte ich mich inhaltlich schön brav zurück (mein Allesfilm-Review ist dahingehend recht komplett) und gebe lieber meine persönliche Meinung zum Besten: The Darjeeling Limited ist großartig, ein wunderbarer, witziger, emotionaler Film, hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen. Noch besser gefallen hat mir der unglaubliche Soundtrack, der mir seit Betrachtung des Films ununterbrochen in den Ohren schallt. Grandios.

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Mittwoch: Quasi-Oskariges

So, so, so. Sorry. Der geneigte Leser hat sich wieder einmal mehrere Tage gedulden und auf neuen Filmblog-Content warten müssen. Ich gelobe (wie immer) Besserung. Dafür gibt’s jetzt die große Reviewflut: 10 Filme in 4 Blog-Einträgen innerhalb – sagen wir – der nächsten Stunde.

Und als erstes lass’ ich gleich wieder einen Film aus: The Darjeeling Limited (2007), Wes Andersons neuen Super-Film, hab ich nämlich als Pressevorführung für Allesfilm.com gesehen. Das Review hab’ ich gerade eingereicht, sobald es online geht gibt’s dann mal einen längeren Blogeintrag mit Verweisen auf diversen Filmking-geschaffenen Allesfilm-Content. Und eine neue Fernsehkolumne schreib’ ich denen dann auch mal wieder.

Jetzt aber zum ersten richtigen Review: Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005) hat in seinem Entstehungsjahr recht viel Hype erfahren, nicht zuletzt auch, weil er oscarnominiert war (obwohl er dann gegen Tsotsi verloren hat). Eine Inhaltsangabe erübrigt sich, da jeder halbwegs gebildete Mensch bereits aus dem Filmtitel herauslesen kann, worum es geht: um die letzten Tage der von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpferin Sophie Scholl.

Und ich mag den Film nicht. Erstens, weil er seine (zugegeben: bewegende) Geschichte auf langweiligstmögliche “Ich will einen Oscar”-Art runterspult, in einer generisch uninteressanten Wischiwaschi-Ästhetik. Angesichts der Unzahl an Filmen, die den Nationalsozialismus thematisieren und das in genau dieser Ästhetik tun, scheint mir das wie ein absoluter Fauxpas.

Dazu kommt dieses unangenehme Gefühl in der Wirbelsäule. Dieses Gefühl, das ich das letzte Mal hatte, als diese Du bist Deutschland-Kampagne gestartet wurde. Dieses… ich will nicht sagen “apologistische” -  nein, äh, ich weiß nicht… ich will ja auch keine Generalschuld aussprechen… aber irgendwie… egal. Ein unangenehmes Gefühl im Bauch. Vgl. Der Untergang.

Weitere Negativpunkte:

  • Die Mitwirkung von Julia Jentsch, die speziell durch ihre Mitwirkung an Weingartners Kack-Film Die Fetten Jahre sind vorbei einen ganz besonderen Sympathiemalus errungen hat.
  • Die Tatsache, dass der Film die erste halbe Stunde lang nur aus Genuschel besteht. Murfel, murfel. Hätt’ ich den von DVD gesehen, ich hätte die Untertitel einschalten müssen.
  • Die schlechte CG-Hakenkreuz-Fahne recht früh im Film.

Egal, zweiter Film: The Woodsman (2004): irgendwo in meinen alten Ausgaben des Ray Kinomagazin müsste sich noch ein recht gutes Review zum Film finden, ich bin jetzt aber zu faul danach zu suchen. Die Qualifikation als Quasi-Oscar-Film erhält dieser übrigens nicht über eine Nominierung (eine solche hat er nicht, nur ein paar von diesen kleinen, uninteressanten Awards) - aber zumindest hat er dieselbe, typische Oscar-Ästhetik. Für die echten richtigen Oscars dürfte er thematisch aber doch zu fingerverbrenngefährlich gewesen sein.

Kevin Bacon spielt einen Pädophilen, der seine letzten 12 Jahre im Gefängnis verbracht hat, und jetzt, auf Bewährung frei, sein Leben fortsetzt. Bacon portraitiert dabei einen Mann, der im steten Kampf mit sich selbst ist (hence der dämliche deutsche UnterÜbertitel Der Dämon in mir) – aber auch mit steten Gängelungen und Konflikten aus seiner Umgebung zu rechnen hat.

Ja, ja. Tolles Drama, realistische Darstellung, tolle Schauspieler, etc, etc. Wieder so ein Film im Autopilot-Modus, der sich irgendwie scheut, auch nur ein Minimum an Originalität zu entwickeln. Somit ein sehr solider, durchaus unterhaltsamer Film, aber irgendwie auch eher langweilig.

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Vorgestern gesehen: Wilde

Nein, nicht der Oscar, sondern – ach, lassen wir diesen dämlichen Kalauer. Film Numero eins war eine Pressevorführung der demnächst startenden Shooter-Computerspiel-als-Actionfilm-Adaption Hitman – oder anders formuliert: vergeudete Zeit. Das Review geht demnächst bei Allesfilm.com online (ich werde natürlich verlinken), bis dahin muss sich der Leser mit meinen Randnotizen zufrieden geben:

  • Auffällig die Häufung von Seriendarstellern: T-Bag aus Prison Break ist mit dabei (hab ich’s schon erwähnt? Ich guck gar kein Prison Break mehr. Die Serie wurde mir zu langweilig und ich wollte mir die Mühen des wöchentlichen Nachtwiederholung-einprogrammierens sparen.) und ausserdem Desmond aus Lost. Lost! Eine wunderbare Serie.
  • Äh, keine weiteren Randnotizen. Das ist der Film nicht wirklich wert.

Abends dann noch ein sehr kurzer Film: endlich kapiere ich die volle Rafinesse, die in der Auswahl dieses Bandnamens lag (aber ich überlasse es natürlich dem geneigten Leser, das jetzt fleißig nachzurecherchieren) – bevor James Dean sich überhaupt in die Nähe der Kinoleinwand gewagt hatte, um zum Rebell der Jugend zu werden, hatte diese Rolle ein gänzlich anderer inne: Marlon Brando war Der Wilde (The Wild One, 1953) – klarerweise nicht Marlon “I Am The Walrus” Brando, sondern der junge, schlanke, agile Waterfront-Brando (mit dem dafür umso auffälligeren Quadratschädel).

Die Geschichte: Brando und seine ungezügelte Motorrad-Gruppe (die sich nach einer Indie-Band der 00er benannt hat) macht in einer US-Kleinstadt Radau. Anfangs geben sich die Einwohner der Stadt bemerkenswert gelassen, als dann aber auch noch Lee Marvin und seine Motorradgang (die sich nach einer der prägendsten Bands des 20. Jahrhunderts benannt hat) dazukommen, und es kräftig zwischen den beiden Gangs kracht, wird es den Bewohnern zuviel: Fackeln und Mistgabeln werden ausgepackt, um möglichst den Falschen am nächsten Baum aufzuknüpfen.

Und bemerkenswert ist vor allem, wie der Film die allzu offensichtlichen Klischees der sonst (zumindest für heutige Maßstäbe) klischeehaft geratenen Handlung zu umschiffen. Die wilden Rebellen mögen für heutige Parameter fast schon wieder spießig wirken in ihren gepflegten Lederjacken und sauberen Käppis, der rauhen Aura von jung Brando kann man sich dennoch kaum entziehen.

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Viennale: Bob Dylan und die Coen-Brothers

Mein kurzes, aber recht treffliches Review zu einem der bis dato besten Viennale-Filme, Todd Haynes’ verquerem Bob-Dylan-Film I’m Not There, ist jetzt bei Allesfilm.com online. Als Randnotiz sei hinzuzufügen, dass es mich total ausgefreakt hat, dass ich Bob Dylan irgendwie sexy fand… zumindest in der Cate-Blanchett-Inkarnation. Irgendwie verständlich, aber trotzdem spooky.

Das Problem: wenn ich sage “einer der bis dato besten Viennale-Filme”, dann muss ich das schon wieder relativieren. Einerseits sind überhaupt alle Filme, die ich bis jetzt gesehen hatte großartig. Andererseits habe ich gestern den neuen Film der Coen-Brüder gesehen. An’ dis ees Texas, dis ain’ No Country for Old Men.

Und das sind nicht die zuckersüßen Coen-Brüder aus Hudsucker oder gar Ladykillers, die Ein (un)möglicher Härtefall gemacht haben und ein herziges Segment in Paris, je t’aime – das sind die bösen, bösen Coens, die Fargo gemacht haben, oder noch trefflicher Blood Simple. Blood Simple, der Coens Erster, ist überhaupt der allerbeste Vergleich: einige Einstellungen sind sogar eins zu eins übernommen. Aber No Country for Old Men ist noch härter, böser, hinterfotziger. Blut spritzt in einer grausigen, geronnenen, bösen Konsistenz, in ungewohnt realistischer Härte.

Ja, die üblichen Quirks der Coens sind da – aber nicht lustig. Am besten manifestieren sie sich im psychopathischen Überkiller Anton Chigurh (brilliant: Javier Bardem), vom dem man meinen möchte, er sei der Leibhaftige persönlich. So mancher Zuseher, der vielleicht wegen dem Dude oder O’ Brother… gekommen ist, dürfte ziemlich überrascht gewesen sein, was für eine grausame, staubige Härte die Coens zeigen können.

Der Filmblogist ist begeistert und erklärt No Country for Old Men zum bis dato besten Coen-Film, zu einem der bis dato besten Viennale-Filme. Genau.

nocountry.jpg

In der Druckluftflasche lauert der Tod.

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Viennale: Persepolis

Mein Review zu Marjane Satrapis großartigem Persepolis ist jetzt bei allesfilm.com online. Randnotizen:

  • Ich liebe dieses Filmmotiv:

persepolis-zeitschrift.jpg

[mit der Handycam vom Titelblatt der kostenlosen Viennale-Spezialausgabe des Filmmagazins Celluloid abfotografiert]

  • Die Satrapi hatte nicht nur ein aufregendes und interessantes Leben, sie ist auch noch heiß!
  • Das Künstlerhaus Kino hat einen schönen Saal, der aber Kackmist ist. Mehr dazu später.
  • Punk is not ded! Yeah!

PS: das Filmreview zum einzigen gestrigen Film, I’m Not There, gibt’s später wieder bei allesfilm.com

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Gestern gesehen: Animation für Erwachsene

Ja, ich war gestern auf der Viennale und hab’ mir Persepolis angesehen, die Zeichentrick-Adaption von Marjane Satrapis großartigem Comic – das Review dazu gibt’s dann aber später bei Allesfilm.com, und sobald das Ding online ist, einen Link drauf plus eine oder zwei kleine Anmerkungen.

Und nachdem ich dann gestern so richtig in Animations-Stimmung war (und ausserdem schweinemüde, weshalb ich sowieso nur noch einen kurzen Film sehen wollte), hab’ ich zuhause endlich die Gelegenheit genutzt, mir Richard Linklaters Waking Life (2006) anzusehen, den ich vor einer veritablen Ewigkeit aufgezeichnet hatte. Aber bisher hat sich irgendwie keine passende Gelegenheit ergeben…

Waking Life ist ein rotoskopierter Animationsfilm, eine Art Prototyp für Linklaters späteren A Scanner Darkly, der ja ebenfalls im computergestützten Rotoskopie-Verfahren entstanden ist. Waking Life handelt so ungefähr von Klarträumen, allerdings in einer sehr groben Bearbeitung; denn auch, wenn es zumindest in Teilen des Films um einen jungen Mann geht, der den Film offensichtlich als Klartraum erlebt, ist der Film doch weitestgehend ein essayistisch angehauchter Diskurs über alle möglichen philosophischen Theorien (sogar Philip K. Dick wird angeschnitten, um noch einen weiteren Scanner-Bezug herzustellen). Es ist beinahe schweinisch von Linklater, eine so originelle und selten genutzte Animationstechnik für einen so dialoglastigen Film zu verwenden. Naja, andererseits bekommt der Film ähnlich wie Scanner seinen besonderen Kick von der wabernden, approximativen Animation. Inhaltlich mag man sich vor allem am größtenteils auf ein Herunterrattern von Philosophien und Gedanken beschränkten Dialogisieren stören, optisch ist der Film superb. Nur: warum geht mein Lichtschalter auf einmal nicht mehr?

wakinglife.jpg

Und die beiden Linklater-Regulars sind auch dabei.

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Und noch etwas schulde ich euch: Körperfressereien

Wer diese Woche fleissig den Blog gelesen hat, wird bemerkt haben, dass die Reviews ziemlich dünn gestreut und gelegentlich verzögert waren. Ja, ich hatte nicht immer Zeit, ich hatte Besuch (was meinen Film-Throughput reduziert hat), ich habe den Blog vernachlässigt. Einige Filme habe ich euch aber bewusst unterschlagen, weil das (umfangreiche) diesbezügliche Review zu allesfilm.com gewandert ist.

Der geneigte Leser weiß ja schon, dass ich gelegentlich für die Kollegen schreibe, bisher vorrangig die (leider viel zu unregelmäßige) TV-Kolumne. Mein Standortwechsel nach Wien hat bewirkt, dass ich jetzt mitunter auch anderes schreiben kann, und so fand ich mich letzten Freitag vormittag in meiner allerersten Pressevorführung eines Films.

Weil aber einerseits der Film nicht besonders gut war, und andererseits der Filmking bei solchen Gelegenheiten einen gewissen vernerdeten Hang zur Perfektion entwickelt, hat er es sich nicht nehmen lassen, sich am Montag ergänzend zu The Invasion (2007) noch die Vorgängerfilme Invasion of the Body Snatchers (Die Dämonischen, 1956), Invasion of the Body Snatchers (Die Körperfresser kommen, 1978) und Body Snatchers (1993) anzusehen und das Review somit ein bisschen aufzuwerten. (Für The Faculty und die erste Staffel der Serie Invasion hat die Zeit nicht mehr gereicht, hihi.)

Die Körperfresser kommen (wieder einmal)

Einige ergänzende Randnotizen:

  • Eigentlich wollte ich mir aus diesem Anlass die gesamte Body-Snatchers-Reihe auf DVD kaufen, Fox hat’s leider versemmelt und die für Anfang Oktober angekündigte Cinema Premium-Edition des 1978er-Films auf unbestimmte Zeit verschoben. Ich weiß, da kann Fox Deutschland wieder nix dafür, das ist sicher nur so eine lizenzrechtliche Frage mit dem Mutterkonzern, aber nach dem Debakel mit den Cinema Premium-DVDs von 1900 werde ich wohl vorsichtiger sein.
  • Dabei hätte gerade der 1978er-Film eine DVD-Neuauflage dringend nötig, ist er doch mein Lieblings-Snatcher-Film, nicht zuletzt dank der Mitwirkung von Donald “Schnurrbart” Sutherland. Zum Glück hatte ich für’s Review noch eine alte VHS-Aufzeichnung herumliegen.
  • Obwohl ich das ursprünglich gar nicht wollte, hab’ ich mir dank des günstigen Preises und einer leichten Body-Snatcher-Hysterie meinerseits auch den 93er-Film von Abel Ferrara gekauft, der mir seinerzeit im Fernsehen gar nicht gefallen hat. Vielleicht lag es daran, dass ich den damals auf Kabel 1 noch mit einem dieser grauenhaften Pan&Scan-Master gesehen habe (anstelle der korrekten 1:2,35-Bildkomposition), aber diesmal hat er mir überraschend gut gefallen. Meg Tilly mag kein Sutherland sein, aber recht cool ist sie trotzdem.
  • Und wenn wir schon bei Bildformaten sind: recht interessant ist ja in dieser Hinsicht auch Don Siegels Film. Der ist nämlich vom Studio nicht nur um ein (recht angekünsteltes) Happy End ergänzt, sondern auch im Bildformat verändert worden, diesmal groteskerweise in die andere Richtung. Der Film wurde nämlich (was ‘56 ja durchaus noch recht üblich war) in Fullscreen gefilmt, für die Kinoveröffentlichung aber auf 1:2,35 gemattet, da Widescreen-Formate damals ja der große Renner waren. In der Bildkomposition merkt man das auch gelegentlich ein bisschen.
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