Fernsehtipps Ausgabe 07/07

Hallo,

und willkommen in der Schnapszahl-Ausgabe der Fernsehtipps. Ein üppiges Fernsehwochenende wird geboten, also flott die Video- und DVD-Recorder gewetzt.

Freitag

Warte, bis es dunkel ist - herrlich! Ein blindes Mädchen (Audrey Hepburn) wird von diversen Gaunern (u.a. Alan Arkin) belagert, die in ihrer Wohnung eine heroingefüllte Puppe wähnen. (20.15, Das Vierte)
Der Mondmann: Milos Formans exzellente Filmbiographie des amerikanischen Komikers Andy Kaufman. "If you believe, they put a man on the moon"-[Zweitstimme:]"Ma-an on the mo-on, mo-on" (22.45, 3sat)
Österreichs dunkelste Stunde: Extreme Ops, ein ausgesprochen blamabler amerikanischer Schund-Action- Streifen, wurde in Ischgl oder so gedreht. Trash-Tipp der Woche. (00.20, ORF 1)

Samstag

Ich gehe davon aus, dass meine Blogleser alle brav meine TV-Kolumne auf allesfilm.com gelesen haben und somit über die BR'sche Sherlock-Holmes-Nacht Bescheid wissen. Näheres bei Allesfilm. (ab 20.15, BR)
Ein Alternativprogramm bietet das Vierte: Die unsichtbare Falle, ein Film, den ich trotz der Mitwirkung von Steve Martin uneingeschränkt empfehle. Liegt daran, dass es sich hier um einen Thriller handelt, abseits der üblichen Gummigesicht-Grimassen. (20.15, Das Vierte)
Road to Perdition: Sam Mendes' zweiter und meiner Meinung nach schwächster Film - dennoch ist die Mafia-Comic-Adaption ein ausgesprochen sehenswertes Drama. (22.20, ORF 1)
In der Hitze der Nacht: nachdem ich letztes Mal irrtümlich "In der Hitze der Nacht - Die Serie" empfohlen hatte, diesmal wirklich: der exzellente Spielfilm mit Sidney Poitier. Besonders Interessierte können sich im unmittelbaren Anschluss auch die beiden Fortsetzungen "Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs" und "Die Organisation" ansehen - die aber mit dem Original nicht einmal ansatzweise mithalten können. (22.55, ARD)
Und schliesslich zieht Patrick Bateman wieder einmal seine Runden durchs Nachtprogramm: American Psycho, die absolut wunderbarste aller Yuppie-Satiren. (00.10, ORF 1)

Sonntag

Jason und die Argonauten sollte besser "Jason und die coolen Harryhausen-Effekte" heissen. Absoluter Klassiker, inklusive schwertkämpfender Skelette. (15.35, Das Vierte)
Und Mel Brooks treibt's danach in die Gosse, in einem seiner besten Filme: Das Leben stinkt! - zumindest, wenn man obdachlos ist. (17.25, Kabel 1)
Schtonk! - sollte eh mittlerweile jeder deutschsprachige Mensch auf dem Planeten kennen, die herrliche Mediensatire rund um gefälschte Hitlertagebücher, große Nachrichtenmagazine und Ewiggestrige. (22.15, 3sat)
Dann wieder mal ein Film, den ich so ins Blaue hinein empfehle, weil er seinerzeit ziemlich gute Kritiken bekommen hat - Muxmäuschenstill hab' ich selbst nämlich noch gar nicht gesehen. (23.30, ARD)
Und schliesslich wird's schrill: 8 Frauen ermitteln in Francois Ozons völlig überdrehtem Camp-Fest, wer den Herrn des Herrenhauses ermordet hat. In einem Film völlig ohne Männer. Aber mit 8 Frauen. (00.05, ORF 2)

Dienstag

Dienstag scheint Komödientag zu sein: Ich, beide & sie, der Farellys überdrehter Film rund um einen persönlichkeitsgespaltenen Jim Carrey macht den Anfang. (23.55, ORF 1)
Oder auch nicht, denn kurz davor beginnt schon der NDR seine x-te Ausstrahlung von Ein Fisch namens Wanda. (23.30, NDR)
Und den Abschluss, wieder nur ganz wenig gestaffelt, macht Billy Wilders exzellente Ost-West-Komödie Eins, zwei, drei. (00.00, SWR)

Mittwoch

Und weil Rocky gerade all the Rage ist, sendet der ARD den anderen großen Boxerfilm in den Ring: Wie ein wilder Stier, den Scorsese-Klassiker mit De Niro. (00.20, ARD)