Roberto Rossellini wird hundert und das ist gut so.
Roberto Rossellini war von den ganz großen italienischen Neorealisten, und wenn er nicht gestorben wäre, dann täte er heute noch leben.
Weil das aber schon seit geraumer Zeit nicht mehr so ist, können wir diesen Herren nur noch über seine Filme kennenlernen. Und weil er am 8.5. Geburtstag gehabt hätte, überschlagen sich die Sender wieder, ihm spät in der Nacht ein bisschen Tribut zu zollen.
Leider zeigen die Pfeifen aber alle dieselben Filme, und die meisten kenne ich schon. Aber zumindest kann ich sie an euch weiterempfehlen.
Super-Mega-Roberto-Rossellini-Tripel-Feature. Begonnen wird mit Stromboli: so
ziemlich der einzige von denen, die gezeigt werden, den ich
noch nicht kenne.
Danach Reise in Italien mit Ingrid Bergman, Rossellinis späterer Ehefrau.
Und noch einmal danach Paisá, ein geniales Post-WWII-Drama.
(ab 23.05, BR)
Kampf der Welten - einige dürften den ja schon kennen, die anderen sollten diese Verfilmung des H.G.Wells-Buches "Krieg der Welten" [auch verfilmt von Spielberg 2005] aus dem Jahre 1953 keinesfalls verpassen. (20.40, arte)
Mimic - ein recht netter Insekten-Gruselfilm von "Hellboy"-Regisseur Guillermo del Toro. (22.05, VOX)
Wolfzeit - einer der neueren Filme von Exilösterreicher Michael Haneke. Entsprechend gewöhnungsbedürftig, aber interessant. (23.05, ORF 2)
Sprich mit ihr - einer der bekanntesten Filme von Spaniens Meisterregisseur Almodovar - ein Krankenpfleger verliebt sich in seine komatöse Patientin. (23.25, MDR)
Im Rausch der Tiefe - Luc Besson. Mittelmeer. Tieftaucher. Und Jean Reno. Zwar nur die Kinofassung und nicht der exzellente Extended Cut, aber trotzdem ein ausgezeichneter Film. (00.20, Kabel 1)
Stromboli - die zweite Gelegenheit, sich diesen RR-Film anzusehen. (00.20, ORF 2)
Deutschland im Jahre Null - möglicherweise Rossellinis bester Film: eine geniale Aufarbeitung des Nachkriegsdeutschland, im Nachkriegsdeutschland (1947/48!) gedreht. (23.30, BR)
Und ein Film, den ich nicht kenne, den ich aber aufgrund zweier Tatsachen uneingeschränkt empfehle: erstens, weil Christopher Lee mitspielt. Und zweitens wegen des Titels: Die dreizehn Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu. (01:20, NDR)
Reise in Italien nochmal, diesmal aber unter dem weniger gelungenen Titel "Liebe ist stärker". (23.15, WDR)
City of God ist heuer sicher schon fünf oder sechs mal im TV gelaufen, und der Film ist immer noch genial: Buscapé wächst in einer der Favelas von Rio de Janeiro auf. (23.30, BR)
Kennt eh jeder: The Big Lebowski. (01:20, ORF 1)