Fernsehtipps Ausgabe 25/06

Hallo,

Es geht in die zweite Woche mit Highlights rund um Billy Wilders hundertsten Geburtstag, und weiterhin kann man die Wilder-Filme in der Fernsehtipps-Auflistung leicht am gelben Rahmen erkennen. Ich kann die Filme des großen Österreichers (soweit ich sie kenne) nur empfehlen.

Freitag

Und es geht gleich los mit dem Herrn Wilder: Boulevard der Dämmerung ist dank Andrew Lloyd Webbers Musicalfassung heute auch bei uns unter seinem Originaltitel "Sunset Boulevard" fast bekannter als unter dem alten deutschen Verleihtitel. Gilt als einer von Wilders besten Filmen, habe ich aber selbst noch nicht gesehen. (22.30, 3sat)
Wer mit mir in die Schule gegangen ist, will diesen Film bestimmt nicht sehen: Mississippi Burning. (1.55, ARD)

Samstag

Am Samstagvormittag zeigt uns Billy Wilder, wie der westberliner Coca-Cola-Chef (James Cagney) Eins, zwei, drei und Schwuppdiwupp aus einem jungen Vorzeigekommunisten einen geeigneten Ehemann für seine Tochter baut. (9.30, ORF 2)
VOx zeigt dann am Samstagnachmittag einen Hitchcock-Klassiker: Der Mann, der zuviel wusste. (mit James Stewart und Doris Day). Der Film wird übrigens in der Nacht noch einmal wiederholt. (14.45, VOX)
Ein moderner Film Noir mit Topbesetzung läuft dann zu akzeptabler Zeit auf ProSieben: L.A. Confidential mit u.A. Russell Crowe, Kevin Spacey und Kim Basinger. (22.00, ProSieben)
Und noch ein ganz klassischer von den Wilder-Filmen: in Das Mädchen Irma La Douce wird aus dem immerkorrekten Polizisten Jack Lemmon ein Zuhälter für das titelspendende Mädchen (und das 1962, meine Herren!). (0.20, ORF 2)

Sonntag

Sonntag ist dann endgültig Wilder-Tag: die Zeugin der Anklage (alias Marlene Dietrich) eröffnet zu später Stunde den Abend. (23.05, SWR)
Parallel dazu noch einmal der bereits genannte Eins, zwei, drei - eine herrliche Komödie. (23.15, ARD)
Und zum Abschluss gleich im Anschluss Ariane - Liebe am Nachmittag. (1.10, ARD)

Montag

Ariane - Liebe am Nachmittag ist dann auch gleich der erste Film am Montag. (23.15, SWR)
Avanti, Avanti! gilt zwar eher als mittelmäßiger Film von Wilder (ich kenne ihn noch nicht), der Vollständigkeit halber sei er hier dennoch genannt. (0.20, ARD)
Und wer danach die Schnauze voll hat von Billy Wilder, kann sich gleich einem nicht minder genialen Regisseur widmen: in Stardust Memories spielt Woody Allen einen neurotischen New Yorker Juden und Filmregisseur, der es satt hat, auf seine frühen Komödien reduziert zu werden, und der gerne wegen seiner späteren, ernsteren Filme erkannt werden möchte. Parallelen zur echten Person Woody Allen sind völlig ausgeschlossen. (2.00, ORF 2)

Dienstag

Letzte (oder vorletzte?) Woche habe ich alle dazu animiert, sich "Oldboy" anzusehen. Diese Woche läuft ein früherer Film von Regisseur Chan-Wook Park, J.S.A. - Joint Security Area. Dieser, ein ebenfalls exzellenter Film, spielt in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden Koreas. (0.00, WDR)
Ein ungewöhnliches Thriller-Drama von Regisseur Clint Eastwood zeigt der ZDF: Perfect World mit Kevin Costner als Gauner, der mehr irrtümlich ein Kind entführt, und zu diesem eine Beziehung als Ersatzvater aufbaut. Aber Cop Eastwood ist ihm auf den Fersen. (0.35, ZDF)

Donnerstag

Wer wissen möchte, was aus Special Agent Dale Cooper (a.k.a. Kyle McLachlan) geworden ist, und dabei zwei alte Bekannte aus "X-Men 3" (Professor X und Juggernaut) wiedersehen möchte, sollte sich Mysterious Island ansehen, einen zweiteiligen Fernsehfilm. Meine Quellen sagen mir, dass der gar nicht so schlecht sein soll, ausserdem handelt es sich um eine Jules-Verne-Adaption. Die "geheimnisvolle Insel" von Verne wurde übrigens schon sechs oder sieben mal adaptiert, einige Adaptionen (mindestens zwei) sind mir schon bekannt. (20.15, ProSieben)
Vermutlich ein Highlight auf dem dieswöchigen Fernsehkalender dürfte Ali G IndaHouse sein. Ich kenne den Film zwar noch nicht, wer aber jemals die Ali-G-Show auf MTV gesehen hat, dürfte hieran sehr interessiert sein. Auf den Trailer zu Sacha Baron Cohens (=bürgerlicher Name von Ali G) neuesten Film, "Borat" habe ich übrigens gerade erst von meinem Blog aus hingewiesen.
Und noch ein abschliessender Wilder-Tipp (nächste Woche kommen auch noch ein paar): Küss mich, Dummkopf zeigt Dean Martin in einer sehr selbstironischen Rolle und ist für damalige Zeiten (1964) ziemlich freizügig (wie eigentlich alle Wilder-Filme). (1.00, ARD)