Fernsehtipps Ausgabe 30/06
Hallo,
Weder fallen die Tipps diese woche besonders üppig aus, noch besonders originell: alles Filmklassiker, alles Filme, die ich in den letzten Wochen schon zigfach empfohlen habe. Die Sendeanstalten sind im Moment nicht besonders originell. Die Filme sind dennoch absolut empfehlenswert. Die nächsten Wochen kommt dafür einiges an Geheimtipps und Highlights auf uns zu.
Freitag
Zuerst gibt's einen Westernklassiker, eine Adaption von "Die sieben Samurai": Die glorreichen
Sieben bestehen unter Anderem aus Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson und James
Coburn und müssen gegen Eli Wallach bestehen.
(01.20, ARD)
Samstag
Diese Woche gleich zwei Filme von den kuriosen Farelly-Brüdern - am Samstag Ich, beide und sie
rund um den schwer schizophrenen Cop Jim Carrey und die hübsche Irene (Renée Zellweger).
(20.15, RTL)
Dann der Tipp der Woche: Der eiskalte Engel, das ist Porzellangesicht Alain Delon als
"Le Samourai", der coolste Killer aller Zeiten. Coolcoolcoolcoolcool. Für Fans französischer Krimis ein
Muss, für alle anderen auch.
(22.50, SWR)
Der BR bietet am Samstag ausserdem ein Bogart-Doppel-Feature: zuerst Der Schatz der Sierra Madre
, ein genialer Abenteuerfilm mit Bogey als abgehalftertem Schatzsucher.
(23.20, BR)
Und im unmittelbaren Anschluss darf der Bogey-Man auf ein gewohnteres Terrain zurück: Gangster
in Key Largo sind das Problem in diesem klassischen Film Noir - einer davon ist übrigens
Klassik-Gangster Edward G. Robinson.
(01.20, BR)
Und noch einmal Bogart, diesmal im ORF: Die Spur des Falken (The Maltese Falcon) gilt
als der "Vor-Noir" schlechthin und ein Klassiker des Gangsterfilms.
(01.30, ORF 2)
Sonntag
Und am Sonntag dann der nächste Farelly-Brothers-Film: Unzertrennlich sind Matt Damon
und Greg Kinnear - sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Wie üblich schaffen es die Farelly-Brüder,
sich geschmacklich grenzwertige Themen auszusuchen, und dazu dann eine gelungene Komödie zu gestalten.
Mit früheren Erfolgen kann der zwar nicht mithalten, ist aber immer noch ziemlich gut.
(20.15, ORF 1)
Auf VOX läuft inzwischen der Kultfilm schlechthin aus dem Jahr 2000: Donnie Darko mit
Jake "ich schau düster drein" Gyllenhaal. Frank der Hase kann sich bereithalten, um die Apokalypse zu
prophezeien.
(22.00, VOX)
Und im direkten Anschluss an die Farelly-Leutels gibts im ORF Hausgemachtes: den Ö-Krimi
Silentium mit dem Hader Josef. Wir Ösis haben es ja drauf.
(22.10, ORF 1)
Und noch einmal Bogart (der ist ja zur Zeit echt überrepräsentiert im TV): African Queen
ist eine lose, heitere (!) Adaption des Joseph-Conrad-Klassikers "Herz der Finsternis" (Vorlage zu "Apocalypse
Now"), in der Bogey gemeinsam mit Katherine Hepburn einen Fluss runterschippert.
(00.00, MDR)
Montag
Django Reinhard war der beste Jazzmusiker aller Zeiten. Der zweitbeste war Emmett Ray, der in Woody Allens
Biopic Sweet and Lowdown von Sean Penn perfekt portraitiert wird. Inklusive riesigem
Holz-Mond-Stuhl.
(20.40, arte)
Dienstag
Ein Krimi-Klassiker, den ich gerne wieder und wieder und wieder empfehle, so lange, bis ihn alle
Fernsehtipps-Empfänger gesehen haben: Asphalt-Dschungel mit der noch sehr jungen
Marilyn Monroe.
(23.45, NDR)
Mittwoch
Mittwoch dann ein Film, dessen Titel zur omnipräsenten Phrase geworden ist: Die unerträgliche
Leichtigkeit des Seins. 1968 war kein gutes Jahr, um sich in Tschechien aufzuhalten, denn auch
wenn Prag im Frühling sehr schön sein soll, so ist es dennoch kein guter Zeitpunkt, um sich in Juliette
Binoche zu verlieben.
(01.20, ARD)
Donnerstag
Und ein letzter Tipp am Donnerstag: Die letzte Fahrt der Claridon ist ein recht biederer
Katastrophenfilm rund um ein sinkendes Schiff, was ihn aber recht interessant macht, ist sein
Herstellungsjahr, nämlich 1959, also über ein Jahrzehnt, bevor die große Katastrophenfilm-Welle der
Siebziger kam.
(2.40, ORF 1)b