Fernsehtipps Ausgabe 36/06
Hallo,
eine üppige Woche mit ausschliesslich extrem hochwertigen Fernsehtipps - der Herr Domanig wird zwar vieles in der Liste finden, das er schon kennt, aber mein Wille, die anderen auch noch dazu zu bringen, die entsprechenden Filme anzusehen, zwingt mich, Filme wie "Getaway" oder "Wild at Heart" immer wieder in die Fernsehtipps aufzunehmen.
Freitag
Zwei Banditen - das ist der nur selten zum Einsatz gebrachte, nicht wirklich
gute deutsche Verleihtitel von "Butch Cassidy and the Sundance Kid" - der Film, dem das
Sundance Festival seinen Namen verdankt. Paul Newman, Robert Redford, und eine der berühmtesten
Fahrradfahrten der Welt.
(22.30, 3sat)
wer wissen will, wie Drogen und Süßstoff in den 50ern eine absolut tödliche Mischung ergeben
haben, sollte sich die Disney-Version von Alice im Wunderland geben.
Wasserpfeifenrauchende Raupen und sprechende Blumen: das sagt eigentlich schon alles.
(23.15, arte)
Samstag
Zwei Filme in harter Konkurrenz: einerseits die doch recht lange 3-Stunden-Fassung
Apocalypse: Now Redux (die kürzere Fassung ist wesentlich erträglicher, die Redux-
Fassung hat aber auch so einiges für sich). Mit Marlon Brando als unverwüstlich-wahnsinniger
Colonel Kurtz. In the Heart of Darkness, Alter.
(22.25, Kabel 1)
Wesentlich reizvoller ist da Sophia Coppolas Lost in Translation, der Film,
der für die Popularität von Scarlett Johansson (♥)
verantwortlich ist - zu Recht. Obwohl ich den Film bei letzter Betrachtung trotz Bill Murray
(!) schnarchlangweilig fand. Ich werde ihn mir aber definitiv ein zweites Mal ansehen.
(23.10, ARD)
Sonntag
Sonntag ist Lost-Tag, eh klar. Da es aber auch Nicht-Lost-Seher unter euch gibt, und da
die anderen ja auch einen Videorekorder haben, empfehle ich mehr als wärmstens den viel zu
selten gezeigten The Dead Zone - basierend auf einer Steven-King-Geschichte,
Regie: David Cronenberg! Nie, wirklich nie, war Christopher Walken so unheimlich wie hier!
(20.40, arte)
You've got to ask yourself a question: Do I feel lucky? Well, do ya, punk? Dirty Harry
ist ganz klar und mit weitem Abstand der coolste aller rechtskonservativen Ich-lege-meine-Marke-nieder-damit-ich-den-Bösen-in-den-Arsch-treten-kann-Cops,
wohl weil er von Clint Eastwood dargestellt wird. Hurra für Harry.
(22.00, Kabel 1)
Montag
Ich bitte vielmals und untertänigst um Vergebung: ich habe letzte Woche vergessen, euch das
geniale Oliver-Stone'sche Politdrama Nixon zu empfehlen. Gut, dass arte eine
Wiederholung bringt.
(15.00, arte)
Dienstag
Der bayrische Rundfunk fährt am Dienstag gleich zweimal mit Steve McQueen auf: zuerst
Thomas Crown ist nicht zu fassen, die Vorlage zum Remake mit Pierce Brosnan
(21.45, BR),
und gleich im Anschluss der Peckinpah-Klassiker Getaway mit Ali MacGraw. Cool
cool cool.
(23.25, BR)
Parallel dazu auf WDR der Kubrick-Klassiker Uhrwerk Orange, nach dem gleichnamigen
Roman. Ein exzellenter Film, oh meine Droogs.
(22.10, WDR)
Und, ständig im Fernsehen und ständig empfohlen: Swimming Pool mit Charlotte
Rampling und, viel wichtiger, mit Ludivine Sagnier als Zebra.
(23.45, NDR)
Mittwoch
Die Woche hört's ja gar nicht auf: Die purpurnen Flüsse mit Euro-Omnipräsenz
Jean Reno ist ein mehr als nur solider Thriller - sehr spannend.
(20.15, ProSieben)
Dann der allseits bekannte David-Lynch-Film Wild at Heart mit Sailor, Lula,
und dem Zauberer von Oz. Oder so. Besondere Empfehlung an Markus, der ja noch keinen
David-Lynch-Film kennt.
(00.05, ZDF)
Und vom Herrn Jim Jarmusch der seltsame Kulturmischmasch Ghost Dog - der Weg des Samurai,
in dem es um einen schwarzen Gangster geht, der nach dem Hagakure lebt.
(00.20, ARD)
Donnerstag
Uzala der Kirgise ist von Akira Kurosawa, und mehr brauche ich eigentlich
nicht zu sagen. Wenn euch Kurosawa nichts sagt: einer der wichtigsten Regisseure der Welt,
siehe auch Wikipedia. Und Uzala ist wirklich ein verdammt guter Film.
(20.40, arte)
Und dann ein Fernsehtipp, der nicht direkt von mir kommt, sondern von Georg: Little Britain,
eine britische Kult-Comedy, wird im Spätprogramm des ORF fortgesetzt.
(23.35, ORF 1)